Die ZEITREISEN sind öffentliche künstlerische Experimente, die während der Kasseler Museumsnacht am 5. September 2026 im Dock 4 und Palais Bellevue präsentiert werden. Sie laden Besucher dazu ein, mögliche Zukünfte von Kulturorten nicht nur zu diskutieren, sondern unmittelbar zu erleben.
ZEITREISE im Dock 4: Begegnung, Bewegung und Zukunftsträume
Wann lernst du neue Menschen ohne Sprache kennen?
Wo kannst du mit Gestik und Bewegung Freundschaft schließen?
Im Dock 4 laden SoLa – Soukaina El Adak und Paula Loll dazu ein, sich durch Bewegung, Tanz und gemeinsame Aktionen zu begegnen. Du kannst bei einem Workshop mitmachen, eine Performance erleben oder eine Ausstellung über afrodiasporische Tanzstile besuchen.
Dabei geht es um die Geschichte und Kultur von Street- und Club-Styles, um das Teilen von Wissen und um die Idee: Each One Teach One – Jede:r lernt von anderen und gibt etwas weiter. Komm vorbei, um selbst zu tanzen, Tanz anzusehen oder Neues über diese Tanzpraktiken zu erfahren. Du kannst mitmachen, zuschauen, Neues ausprobieren oder einfach vorbeischauen. Wir freuen uns über alle, die kommen.
ZEITREISE im Palais Bellevue: Wenn Pflanzen zu Musik werden
Der Garten des Palais Bellevue wird zu einem besonderen Klangraum. Hier kannst du Pflanzen nicht nur sehen, sondern auch hören. Ihre bioelektrischen Impulse werden zu Klängen und können gemeinsam mit anderen Besucher zum Klingen gebracht werden.
Im Palais Bellevue laden die Künstlerinnen Eeva Ojanperä und Christine Weghoff zu ungewöhnlichen Hör- und Sinneserfahrungen ein. In einem Klanglabor kannst du verschiedene Klangerzeuger ausprobieren und mit den Impulsen der Pflanzen in einen hörbaren Dialog treten. Gemeinsam entstehen Klänge, die gehört und teilweise auch sichtbar gemacht werden können.
Du bist eingeladen, selbst auszuprobieren, genau hinzuhören und Teil eines Klangraums zu werden, der immer wieder neu entsteht. Eine ZEITREISE, in der Natur, Mensch und Klang miteinander in Verbindung treten.
ZEITREISE zwischen Dock 4 und Palais Bellevue: Der Ball von Leon Formin und David Rothfuss
Wir spielen Ball zusammen. Der Ball liegt in der Stadt. Er ist groß und rot, schwer zu übersehen, schwer zu überblicken, aber intuitiv zu begreifen: Ein Ball für alle zum Spielen. Die Stadt spielt Ball, die Stadt wird Spielfeld; berührt man den Ball, spielt man mit.
Ball und Spiel sind Kultur. Es werden Vorstellungen ins Rollen gebracht: Wir kommunizieren, wir spielen, wir bewegen den Ball. Der Ball bewegt sich, deutet um, schafft sein Spielfeld. Wir schaffen Regeln oder auch nicht - wir spielen nur. Die Grenzen zwischen Spielfeld und Alltagsort, Kunst und Leben verschwimmen im Ball. Er ist seine eigene Regel und zugleich das Spiel selbst. Er bringt Bewegung, schafft Begegnungen und neue Horizonte; verändert, wie wir die Stadt wahrnehmen und nutzen.
Ball spielen macht Spaß. Alle, die möchten, sind herzlich eingeladen, während der Museumsnacht mit uns Ball zu spielen.